Der Beginn der mit dem heutigen Museum von Podblanicko verbundenen Tätigkeit fällt wie bei vielen weiteren ähnlichen Institutionen in Tschechien in die 90. Jahre des 19. Jahrhunderts, konkret in die Zeit der Veranstaltung der Völkerkundlichen tschechisch-slawischen Ausstellung, die eine umfangreiche Sammlung, vor allem völkerkundlichen Materials, auf dem tschechischen Lande initiierte. Das eigentliche Museum wurde in Benešov im Jahre 1896 gegründet. Von Anfang an stützte es sich vor allem auf die Arbeit freiwilliger Mitarbeiter und Enthusiasten und kämpfte mit Raummangel für seine Tätigkeit. Schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts machte das Museum einen Teil seiner Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Entwicklung des Museums wurde in den folgenden Jahren ungünstig durch beide Weltkriege betroffen. 1954 ging das Museum unter die Verwaltung des Kreisnationalkomitees in Benešov über. Seit 1957 gibt es das Sammelbuch heimatkundlicher Arbeiten aus Podblanicko heraus. Ein Wende trat im Jahre 1960 ein, als die Sammlungen der Museen Benešov, Vlašim, Votice und Sedlec - Prèice in eine einzige voll professionelle
Museumsinstitution zusammengetragen wurden.
So entstand das heimatkundliche Museum Podblanicko, welches im Schloss Jemništì siedelte. 1984 wurde die Ausstellung Musiktradition von Podblanicko im Schloss
Rùžkovy Lhotice eröffnet. Im Jahre 1988 siedelte das Museum, schon unter dem Namen Museum des Bezirkes Benešov, in das Schloss in Vlašim über, an dessen Rekonstruktion es sich in nicht unbedeutendem Maße beteiligte und beteiligt, und wo es bis heute siedelt. In Anbindung an die Reform der Staatsverwaltung und der Selbstverwaltung gewann das Museum im Jahre 2003 einen neuen Träger, den mittelböhmischen Bezirk, und auch seinen heutigen Namen Museum Podblanicko.
Die ursprüngliche gotische Burg wurde auf dem Fels über dem Fluss Blanice von Angehörigen des Geschlechts Janovic zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaut. In schriftlichen Quellen wurde sie erstmals im Jahre 1318 erwähnt. 1363 kauften sie die Herren von Jenštejn. Aus diesem Geschlecht stammte der zweite Prager Erzbischof und der erste tschechische Kardinal Jan Oèko aus Vlašim und sein Neffe und Nachfolger auf dem Erzbischofsthron Jan von Jenštejn. Die gotische Burg, deren Überreste in der Architektur des Nordflügels mit Turm erhalten blieben, wurde unter Besitz der Angehörigen des Hauses Trèek von Lípa in den Jahren 1443 bis 1546 in einen repräsentativen Adelssitz umgebaut. Sie erbauten im Jahre 1523 in Vlašim auch die gotische Kirche H. Jiljí.
Die Entwicklung der Stadt und auch des Renaissanceschlosses ist unter Vilém Vostrovec aus Královice ersichtlich, der die Herrschaft 1588 kaufte. Als Hauptvorsteher des tschechischen Ständeaufstandes wurde er 1621 zu lebenslänglichem Gefängnis und Verlust der Güter verurteilt. Nach Legende gelang es ihm noch vor seiner Verhaftung, im Schloss von Vlašim einen riesigen Schatz zu verstecken. Im Verlauf der weiteren Jahrhunderte wechselten im Schloss von Vlašim weitere bedeutende Adelsgeschlechte, unter anderen die Herren aus Talenberk oder Grafen aus Weissenwolf. 1744 kauften die Herrschaft von Vlašim die Grafen von Auerspeg, in deren Eigentum sie bis 1945 war.
Die Auersperger bauten das Schloss im klassizistischen Geist um und es erhielt so die heutige Gestalt. Nach 1945 wurde das Schloss verstaatlicht und diente verschiedensten Zwecken. Seit 1988 siedelt in seinem Nord- und Westflügel das Museum Podblanicko. Der Schlosspark, in dem sich das Schloss befindet, wurde 1775 anstelle des ehemaligen Geheges und des Schlossgartens im Tal des Flusses Blanice von Graf Karl Josef Auersperg angelegt. Unter Einfluss der Romantik entstand schrittweise im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts der natürliche Landschaftspark, ergänzt durch romantische Bauten und Ecken, von denen bis heute der Chinesische Pavillon, die Alte Burg und die Statue von Samson erhalten blieben. Mit seiner Fläche von 75 ha gehört er heute zu den größten in Tschechien.
Im ersten Stock des Westflügels des Schlosses ist die Forscherbibliothek zugänglich gemacht. Im Nordflügel des Schlosses ist der Festsaal des Stadtamtes und für Ausstellungen werden hier drei aneinander anschließende Säle genutzt – der größte fesselt mit Rokokowandmalereien und der kleinste, der sog. runde Salon, ist mit weißem Renaissancestuck mit Jagdmotiven verziert. Ähnliche Stuckverzierung befindet sich auch in der Museumskasse. Das Treppenhaus in den zweiten Stock ist mit Barockstatuen der H. Tekla, bekannter als Allegorie Tschechien, und der H. Barbora geschmückt. Der zweite Stock empfängt uns mit einem Blick auf den Berg Velký Blaník mit den schlafenden Rittern, ein malerisches Beispiel der Volkskreativität, eine Arbeit von Herrn Kupsa aus Rataje aus den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Im Nordflügel befindet sich ein Vortrags- und Konzertsaal mit einer Kapazität von 80 Plätzen. Im Turm befindet sich eine Kapelle mit erhaltenen Deckenmalereien und Renaissancestuck.
Das Jugendstilhaus Nr. 74 erbaute in den Jahren 1904 – 1905 nach Projekt von Marcel Dusil die Kreiswirtschaftsdarlehenskasse in Benešov bei Prag. 1992 wurde hier der Öffentlichkeit im zweiten Stock eine der Stadtgeschichte Benešov und deren Umgebung gewidmete Ausstellung eröffnet und im Jahre 2002 im dritten Stock eine Ausstellung über die Geschichte der Armeegarnison in Benešov.
Das die Dominante der Gemeinde bildende Schlösschen, wechselte eine ganze Reihe Besitzer. In den Jahren 1835 – 1844 gehörte es František Smetana, dem Vater des Komponisten Bedøich Smetana, der oft hierher kam und Anregungen für seine Musikwerke sammelte. Im Jahre 1982 erhielt das Museum Podblanicko das Objekt für seine Arbeit. Das Schloss mit anliegendem Bau der ehemaligen Brennerei und der Scheune reparierte das Museum und erneuerte durch Aussetzen neuer Sträucher und Bäume den devastierten Garten. Im Schloss wurde eine Ausstellung gestaltet, die den Musiktraditionen der Region gewidmet ist. Im Erdgeschoss befinden sich Räume der Museumsmitarbeiter.
Zøizovatelem organizace je
Støedoèeský kraj -
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www.kudyznudy.cz